Länder,  Thailand

heute mal ausführlich/ Day 300

Wo soll ich diesmal anfangen? Erzähle ich dir, wie unfassbar schnell schon wieder vier Wochen vorbeigerast sind, berichte ich, dass ich endlich gefunden habe, wonach ich nie auf der Suche war oder fessel ich dich mit Geschichten mit den vergangenen Ländern und Städten?

Als ich die Zeilen des vorherigen Beitrags getippt habe, saß ich in meinem kleinen Paradies auf „Gili Air“, in Indonesien. Von dort ging es nach ein paar Tagen Abschalten zurück nach Bali und wir haben in einem Hostel in der Mitte des grünen Dschungels übernachtet und gefrühstückt. Ich hatte mehr Angst als Faszination bei den Affen im Monkey Forest, wir sind mit dem Roller mal wieder durch das satte Grün entlang der Reisterrassen gefahren, waren in Örtchen abseits der Touristenmassen, haben die gute und günstige Küche genossen und schlichtweg noch einige Tage die Seele baumeln lassen.

„Die schönsten Abentuer sind doch die, die wir mit den Menschen erleben, die die Welt bedeuten.“

Von hier ging es für uns weiter mit dem günstigsten Flieger direkt nach Singapur. Und diese Stadt hat bei mir mal voll ins Schwarze getroffen. Mit keinerlei Erwartungen kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus und ich hab mich bisschen gefühlt wie in einer Fernsehdoku über die Stadt, nur dass ich diesmal selber drin rumgelaufen bin. Dieses riesen Hotel, dass ich ganz genau vom GP von Singapur der Formel1 kenne ebenso wie Start und Ziel und die Boxengassen der Rennstrecke.. ähm, nein, das ist nicht das Fernsehen. Ehe ich mich versah stand ich bei Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Hotels, habe den schönen Sonnenuntergang betrachtet und eine Lichtershow auf dem Wasser davor gesehen. Kurz danach lief ich durch die „Gardens by the Bay“ und noch am Vormittag stand ich genau dort vorm größten indoor Wasserfall der Welt, hab mich mit meinem grünen Herz völlig in dieser Welt verloren und konnte dort gleichzeitig für kurze Zeit der enormen Hitze entfliehen. Alles in allem, gab es noch so viele andere Dinge in Singapur, die es geschafft haben, dass Singapur es ganz nach oben auf die Liste meiner Favoritenliste der Städte geschafft hat, aber ich will ja doch nicht den Rahmen sprengen. Ich merke, es wird sehr detailiert und ich hoffe, du bist noch nicht eingeschlafen. 😀

„My favourite thing to do is to go where I’ve never been.“

Kurz darauf flogen wir weiter nach Malaysia, genauer gesagt, nach Kuala Lumpur. Hier stand ebenfalls einige Tage ein Städtetrip auf der Liste. Verwöhnt vom hochpolierten Singapur, mussten wir uns hier erstmal wieder an einfachere Verhältnisse gewöhnen. Doch damit hab ich ja so gar keine Probleme, die Hitze hat uns hier zum Beispiel mehr zu schaffen gemacht, doch das konnten wir nunmal nicht ändern. Also saßen wir völlig entspannt in schwindelerregender Höhe auf einem Glasboden am KL Tower, standen vor den schönen Zwillingstowern oder haben uns im Infinitypool des Hostels abgekühlt und die wahnsinns Aussicht auf die Skyline genossen.

„Schon 300 Tage unterwegs !“

Von hier gings weiter nach Thailand. Startpunkt war der Süden und die Stadt Phuket, wobei ich sagen muss, dass man ab jetzt nicht mehr von Städten im großen Stil reden kann. Wir sind hier den großen Touristenmassen ausgewichen, auch wenn das bedeutete einen (so sagt man) der schönsten Strände/Orte Phukets nicht gesehen zu haben. Stattdessen sind wir lieber mit dem Roller (mal wieder) zum Big Buddha gefahren und ich kann dir sagen, der ist wirklich BIG ! Hier haben wir eine wunderschöne Segnung in Verbindung eines Armbandes von einem Mönch bekommen und das fanden wir viel berührender und schöner als einen „must-do“ Strand zu sehen.  So viel (!) gelacht und gestaunt, wie in den zwei Stunden im „Trickeye Museum“ hatten wir auch selten. Diese wunderbare 3D Kunst auf Wänden hat uns für kurze Zeit in eine andere Welt eintauchen lassen, in der sogar wir gerne im Foto zu sehen waren, damit der Effekt erst richtig zur Geltung kam. Völlig ausgeblendet haben wir hier alles, total rumgealbert und wunderschöne Erinnerungen in Form von total tollen Fotos gesammelt. Ich glaub, die Leichtigkeit konnte man nicht nur sehen, sondern ebenso gut spüren.

„Laughter is timeless, imagination has no age and dreams are forever.“ – Walt Disney

Verpasst haben wir also nichts, denn uns zog es weiter auf die Nachbarinseln von Koh Samui: Wir waren auf Koh Phangan und Koh Tao, wo uns wunderschöne Strände, türkisenes, absolut klares und warmes Wasser erwartet haben. Hart gearbeitet haben wir hier an unserer Bräune (wenn das so weiter geht, komm ich schwarz nach Hause :D). Geärgert haben wir uns lediglich über die Touristenpreise (/abzocke) gegen die wir leider machtlos waren und uns nichts als hinnehmen übrig blieb. Nach einer Übernacht-Schifffahrt, bei der ich mir nicht sicher war, ob das Schiff dem extremen Wellengang und den Wetterverhältnissen standhalten kann, haben wir zum Glück sicher das Festland wieder erricht. Von dort ging es weiter in einen kleinen Vorort vor Bangkok, in welchem wir all den Ärger vergessen, total liebe Einheimische getroffen und das gute Streetfood genossen haben. Und nun? Naja, nun sind wir auch schon in Bangkok angekommen. Haben hier die Stadt (und hier kann man wirklich wieder von einer Stadt reden) viel zu Fuß erkundet, noch mehr geschwitzt als vorher schon und (dank nicht-vorhandenem Netflixprogramm) schon in kurzer Zeit wieder Bücher verschlungen. Das rumschippern auf dem Kanal stellvertretend für die Schönheit der Stadt. Doch so sehr ich mich mal wieder auf eine große Stadt gefreut habe, ist es wie immer und ich freu mich jetzt, dass es wieder raus aus dem ganzen Getümmel geht. Morgen geht der Bus nach Kambodscha. Bin gespannt auf dieses noch so untouristische Land und welche Abenteuer und Schönheiten und hier begegnen, oder welche Erinnerungen uns hier für immer im Gedächtnis bleiben werden…

Wow, so ausführlich habe ich tatsächlich selten berichtet, was ich so getrieben habe. Auch wenn viele Momente, Ereignisse und Details fehlen, kannst du so ein bisschen tiefer in meine Welt eintauchen. Und von allem anderen, was im Moment so in meinem Köpfchen vorgeht, erzähle ich dir dann in meinem nächsten Beitrag.. 😉

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