Indonesien,  Länder

wo alles begann

Ich betrete diesen Flughafen, ich spüre diese drückende Wärme, ich bekomme wieder diesen Stempel und dann seh ich nach oben und lächle, denn ich realisiere, dass ich am Ursprung stehe.

„Ich hab mich gefragt,
Wie komm ich raus?
Wo fang ich an und wo höre ich auf?
Und mir wird klar, ich war nur Blind
denn ich bin da…
Wo es beginnt!“
– Madsen

Ja ich kann es kaum glauben. Es ist so unwirklich und dennoch bin ich hier und es ist so real. Doch es ist so anders. Aber genauso schön.

All das hier erinnert mich an diesen Urlaub im letzten Jahr. Die Menschen, die Straßen, die Tempel, das Grün, das türkisene Meer. All das war letztes Jahr der Auslöser für ein wahnsinniges Gefühl des Glücklichseins. Eins, dass ich nicht mehr missen wollte. Es war genau hier an diesem Örtchen, an dem ich letztes Jahr zum ersten Mal bewusst realisiert habe, dass ich meinem Leben eine Wendung geben möchte. Raus aus diesem System, raus aus dieser Umgebung. Rein ins Abenteuer, in die Freiheit!

„Glaube an dich, folge deinem Herzen, sei mutig, vertraue auf deine Stärken, genieße die kleinen Dinge und höre niemals auf zu träumen.“

All das entstand hier. Es war nicht ge’plant‘ wieder hierher zu kommen, immerhin kenne ich diesen Fleck Erde doch schon. Ja wir „mussten“ sozusagen hierher, denn es war nun mal der günstigste Weiterflug aus Australien. Aber nun bin ich hier und was soll ich sagen, ich bin mehr als froh darüber. Ich sehe diese Welt, die mich letztes Jahr so ins Träumen hat bringen lassen, nun mit zwei völlig anderen Augen. Ich sehe alles entspannter, ich spüre die Leichtigkeit nicht nur, ich lebe sie. Es sind die gleichen Orte und dennoch fühlt es sich anders an. Letztes Jahr wurde ich übermannt von dieser Ruhe und Gelassenheit, hab mich aber darauf eingelassen, sie mit nach Hause genommen und sie wurden ein Teil von mir. Nun spüre ich diese Seelenruhe der Balinesen erneut, aber sie trifft mich ganz anders als damals. Ich fühle mich mehr mit ihr verbunden, als von ihr fasziniert.

Diese Freiheit mit dem Roller über die Straßen zu fahren. In den überfüllten Gassen mit einem Lachen festzustecken und sich im Getümmel durch Trick 17 (das Durchschlängeln bis ganz nach vorne) fortzubewegen. So anders, so toll.

„Take it easy.“

Es waren diese Worte, die mich letzes Jahr ein bisschen wahnsinnig gemacht hatten, denn ich wollte so weit weg von zu Hause so viel wie möglich in unserer begrenzten Urlaubszeit erleben. Und dieses Jahr? Dieses Jahr sind diese Worte meine eigene Grundhaltung und ich bin die, die genau diese Worte lebt.

Was soll ich sagen? Bali ist und bleibt für mich ein magischer Ort, denn hier hat sich damals alles für mich verändert. Dieses Gefühl und diese Erinnerungen werde ich ewig mit Bali verknüpfen. Das alles jetzt nochmal entspannter zu erleben, ist einfach nur wunderschön. Ich habe seit letztem Jahr gelernt, das Wort „Stress“ aus meinem Wortschatz zu verbannen und es muss heute schon viel passieren, um mich zu stressen und mich aus der Ruhe zu bringen. Es ist so unglaublich schön zu sehen, wie sehr ich mich seitdem verändert habe, was das alles ausgelöst hat und wie viel ich von dort mitnehmen konnte.

Damals all die Backpacker zu sehen, sie zu beneiden und zu denken, dass ich irgendwann auch mit meinem Backpack um die Welt reisen will, war DER Gedanke, der mich nicht mehr losgelassen hat. Es war danach mein Traum „irgendwann“ wieder  auf Gili Meno am Eco- Hostel zu sitzen. Seitdem wollte ich einmal im Leben nochmal dorthin, aber um dann selber einer dieser Backpacker zu sein. Und nun? Nun sitze ich gerade im Moment auf der Nachbarinsel – Gili Air – und kann vom Ufer aus bis auf ‚mein‘ Eco Hostel gucken. Ich kann es kaum glauben!

Nun bin ich einer dieser Backpacker, mit all den Patches auf dem Backpack, der die ganze Welt bereist.

Ich habe Gänsehaut. Mir steigen die Tränen in die Augen.
Ich bin glücklich, weil ich genau diesen – meinen – Traum gerade lebe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.