Australien,  Länder

wo geht die Zeit hin? down under?

Oh mann, es ist gerade mal ein paar Tage her, als ich den letzten Beitrag geschrieben habe.. Ach nein, warte. Shit, das ist schon fast zwei Monate her!! Wie schnell ging das denn bitte??

„Cause time doesn’t matter for travellers.“

Ich wollte doch noch so gerne ein Fazit über Neuseeland schreiben und auch so gerne darüber, wie das Vanleben in Australien so ist, aber jetzt sitze ich schon hier in Indonesien, lege die Füße hoch und brutschle in der Sonne während ich so ganz nebenbei in diesem Paradies eine Kokosnuss schlürfe. Das alles ging so schnell. Die Zeit rennt und ich komme kaum hinterher. Mir macht das Schreiben immer noch riesigen Spaß, aber ich verbringe meine Abende viel zu gerne damit bis in die Nacht mit meinem Herzensmenschen (und nun auch Reisepartnerin) über alles was so in unseren Köpfen vorgeht zu quatschen. Wir sehen Netflix, kochen, trinken das ein oder andere Bierchen oder telefonieren mit den Liebsten zu Hause. Da bleibt wenig Zeit den Laptop auszupacken und alles aufzuschreiben.

„Hier mit dir. Das ist der beste Ort der Welt.“ – Wincent Weiss

Dennoch lass ich es mir nicht nehmen, dir zu erzählen, wie mein Traum – einen Roadtrip durch Australien – wahr wurde und wie es denn so war… Was soll ich sagen, es war mehr als eine riesige Freude, meinen Herzensmenschen in Adelaide am Flughafen abzuholen und von nun an gemeinsam unterwegs zu sein. Gemeinsam sind wir in unserem kleinen Van (liebevoll „Rudy“ genannt) vom Süden Australiens in sechs Wochen bis hoch in den Norden gefahren. Ganze 6500km, bei denen ich mehr als froh war, sie an meiner Seite zu wissen, denn uns hat eine „Überraschung“ nach der anderen getroffen. Da waren wir endlich wieder zusammen vereint, gab es viele Nachrichten, die es mir – und uns – nicht leicht gemacht haben und ich habe sie als Stütze mehr gebraucht als je zuvor.

„Alles was ich über Enttäuschungen weiß, habe ich von den Menschen gelernt, die mir am meisten bedeuteten.“

So hat es sich von Beginn bis zur letzten Stunde durchgezogen, dass ich mal wieder sehr deutlich gelernt habe, dass man keine Pläne machen sollte, denn in diesen 6 Wochen habe ich so sehr wie nie zuvor gemerkt, dass es immer anders kommt, als gedacht…

„Nichts ist falsch, wenn dein Herz dir sagt, dass es das Richtige ist.“

Ich möchte auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen, denn es waren sehr persönliche Ereignisse, an denen ich sehr zu knabbern hatte. Es war eine scheinbar unaufhörliche Aneinanderkettung von so viel Unerwartetem, die es mir sehr schwer gemacht hat. Dazu zählte z.B., dass mir mein sogenanntes „zu Hause“ genommen wurde, ich entscheiden musste, wie mein nächstes Jahr beruflich aussieht, ich realisiert habe pleite zu sein oder, dass mich Menschen haben fallen lassen, von denen ich es absolut nicht erwartet habe. War eine Hürde überwunden, kam unmittelbar darauffolgend die nächste. Und im Gesamten war die gemeinsame Zeit in diesem kleinen Autochen sehr intensiv und gar nicht mehr so unbeschwert, wie wir uns das vorher ausgemalt hatten. Doch es wäre nicht ich, wenn mich all das so sehr hätte runterziehen lassen. Ich hatte eine Stütze und einen Halt (an dieser Stelle bedanke ich mich nochmal bei dir, einfach dafür, dass du da warst und es immer noch täglich bist), die mich an das erinnert hat, was ich am besten kann: positiv denken. Mit ihr an meiner Seite, war diese Zeit in Australien so wie immer erträumt, nur eben ganz anders 😉 Wir haben alles in unserem Tempo und ohne Plan (ich rede von der Route) erlebt. Für uns gab es gestern kein morgen und wir haben weder nach Uhrzeit noch nach Datum gelebt. Überall sind wir genau so lange geblieben, wie wir es gebraucht haben. 

Aber nun mal was über dieses einzigartige Land „down under“. Ich hatte an das Land an sich keine Erwartungen und dacht es sieht alles sehr trocken und nach Wüste aus. So war ich umso erstaunter, dass es hier jede Menge Seen, Berge, Flüsse und allgemein ziemlich viel grün gibt.  Gar nicht so viel Wüste, gar nicht so heiß. Immerhin waren wir im Winter hier und die ersten beiden Wochen waren auch tatsächlich sehr eisig (bei -2°C nachts) und kalt. Umso weiter nach oben wir fuhren, umso wärmer wurde es, bis wir schließlich in den letzten Tagen bei der Hitze angekommen waren. Statt Spinnen und Schlangen haben wir jede Menge Kängurus und Koalas gesehen. Verliebt hab ich mich in diese Tiere, immer wohlbedacht, die Tiere in Artgerechter Haltung oder völlig wild und naturnah zu beobachten. [lucky us: der eine von nur 40 weltweit vorhandenen Wallabys, saß genau vor unseren Füßen, weiße Kängurus haben wir haben das ‚in Pose‘ werfen mit Koalas sein lassen und ich konnte dennoch meinen Traum „einen Koalili ‚auf dem Arm haben‘“ erfüllen). Wir haben die Großstädte erkundet, waren aber auch immer wieder sehr froh aus diesem Getümmel wieder raus zu sein und irgendwo durch die Pampa zu fahren. Wir haben gelernt, dass die Australier ein überaus freundliches, stetes hilfsbereites Volk sind [welche nichts lieber bauen als „round abouts“ (Kreisel)]und haben in Sydney Emil und Helena (erinnerst du dich an meine Neuseeland Freunde?) wieder getroffen (hardcore hangover). Ich habe am Great Barrier Reef geschnorchelt und an diesem Tag noch riesige Wale gesehen, die unmittelbar vor uns aufgetaucht sind (ich hab jetzt noch Gänsehaut).W ir haben so viel gelacht in diesen Wochen und uns am Land, den Leuten und uns gefreut, sodass die Unbeschwertheit doch irgendwie nie ganz weg war.

„Happiness is a car, a best friend and an open road.“

Schneller als uns lieb war, mussten wir Rudy wieder abgeben und siehe da, da waren auch schon sechs Wochen vorbei. Wie gesagt die Zeit rennt irgendwie.

Nun sitzen wir hier im Paradies und genießen die Sonne und ich frage mich, was aus meinem Blog wird? Die Regelmäßigkeit des Schreibens hat (leider) abgenommen und doch glaube ich, bringe ich es nicht übers Herz, ihn ganz aufzugeben. Also nehme ich dich gerne weiterhin mit auf meiner Reise, wenn auch nicht mehr so häufig wie bisher..

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